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Ernestinerin Edanur Cüre als „Talent im Land“
Die Schülerin Edanur Cüre aus der Q 11 des Gymnasiums Ernestinum wurde als eine von 30 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus ganz Bayern im Rahmen einer Feier in der Residenz in München in das Förderprogramm der Robert-Bosch-Stiftung aufgenommen. Staatssekretär Dr. Marcel Huber von der Bayerischen Landesregierung wies in seiner Festrede darauf hin, dass ein Fünftel der Bevölkerung Bayerns Migrationshintergrund aufweisen. Das Programm, welches besonders talentierte und gut integrierte Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund mit einem monatlichen Stipendium fördert, bezeichnete er als „Talentschmiede zur Förderung der persönlichen Entwicklung“. Der Schlüssel zur Integration liege in der Bildung und Integration sei ein ständiger Prozess des Voneinander-Lernens. Den 30 jungen Leuten im Max-Joseph-Saal der Residenz rief er zu: „Euch als Leistungsträger und Vorbilder brauchen wir als aktive Bürger in diesem Land!“ Unter 300 Bewerbern wurden 30 Stipendiatinnen und Stipendiaten aus 19 verschiedenen Ländern ausgewählt, darunter Jugendliche aus Afghanistan, Bulgarien, Griechenland, Polen, Nigeria, der Türkei und dem Iran. Dr. Ingrid Hamm, Vorsitzende der Robert-Bosch-Stiftung, wies am Beispiel der ersten türkischen Ministerin der Bundesrepublik darauf hin, dass unser Land durch die Besetzung von Führungspositionen auch durch Bürger aus Migrationsfamilien eine kulturelle Bereicherung erfahre. Die kulturelle Vielfalt zeigte sich in dem von den Stipendiatinnen und Stipendiaten gestalteten bunten Rahmenprogramm, das von klassischer Gitarrenmusik über HipHop bis zu Poetry-Slam-Vorträgen reichte. Höhepunkt war die Karate-Vorführung von Edanur Cüre und ihren beiden Schwestern Havvanur und Seydanur. Davon, was mit der von Moderatorin Frau Müller-Distel von Antenne Bayern erwähnten „Schatzkiste von Sprachen, Traditionen, Geschichte und Geschichten“ gemeint sein kann, konnte man sich im anschließenden Gedanken- und Erfahrungsaustausch der jungen Talente ein Bild machen.
(Norbert Berger)
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